Gitarren-Marken

Gitarren-Marken

Gibson, Fender, Ibanez - ???


Die Anzahl der Gitarrenmarken ist recht unübersichtlich und wächst ständig. Dabei ist die Anzahl der Hersteller, also die der Guitar-Factories, eher gering. Mancher Gitarrenbauer baut seine Gitarren mehr oder weniger alleine im Keller. Kann man dann bereits von einer Marke sprechen?

Im Prinzip ist das heute so, dass ein "Musikhaus Schmitz" in China, Korea, Taiwan, Indien, Malaysia usw. selbst bei einer Kleinserie eine "Schmitz-Guitar" bauen lassen kann. Das ist natürlich verlockend, weil dann das konkurrierende "Musikhaus Maier" die Schmitz-Gitarre nicht preiswerter anbieten kann, was im Prinzip dem "Musikhaus Schmitz" eine fette Marge sichern soll. Nach Lust und Laune betätigt sich "Musikhaus Schmitz" vielleicht sogar als Klein-Distributor und beliefert noch ein paar befreundete Musikläden in anderen Städten. Mit etwas Glück gibt es vielleicht sogar gute Tests in Fachzeitschriften. Das eigentliche Problem mit den "Schmitz"-Labels ist, dass man nicht sicher sein kann, dass die Schmitz-Gitarre einem bestimmten Qualitätsniveau entspricht. Das Angebot kann sehr gut oder auch sehr schlecht sein - man muss daher sehr hohes Vertrauen in die Firma Schmitz haben...

Ein weiterer Trick der Hersteller funktioniert so, dass Marken-Namen, die vielleicht in den 80er Jahren bekannt waren, preiswert aufgekauft und wiederbelebt werden. Das ist legitim, aber mit dem eigentlichen Ruhm des Namens haben die Produkte u.U. wenig zu tun. Man kann dann halt eher höhere Preise verlangen. Der Haken ist, dass hinter solchen Labels oft nicht eine große Idee oder ein großer Vertrieb steht, und die Marke kann schnell wieder von der Bildfläche verschwinden.

Die Kontinuität einer Marke ist aber ein wichtiges Kriterium für den Wert und somit für den Preis. Das merkt man spätestens, wenn man mal versucht, eine gebrauchte Gitarre zu verkaufen. Dann hat es erhebliche Vorteile, wenn z.B. Gibson oder Fender draufsteht.

Inzwischen gibt es aber so viele "no-Name", reanimierte oder "Fantasy-Name" Brands, dass informierte Kunden den Trick durchschauen und sich wieder vermehrt den wirklichen Toplabels zuwenden, zumal etliche Toplabel-Hersteller die Zeichen der Zeit erkannt haben und ein exzellentes Preis/Leistungsverhältnis bieten. Für uns haben "Fantasy-Name"-Labels nur eine geringe Bedeutung. Lediglich in der unteren Preisklasse gibt's manchmal wirklich gute Deals, wenn z.B. ein kleiner Vertrieb eine neue Marke mit Crash-Preisen einführen will. Ansonsten empfehlen wir aus vielen Gründen eher die Anschaffung einer wirklichen Markengitarre.

Fender

Fender ist die renommierteste Gitarren-Marke der Welt. Design und Ausstattung der Gitarren ist eher konservativ. Das erwarten die Fender-Fans auch. Die Renner Stratocaster und Telecaster werden in verschiedenen Preiskategorien seit Jahrzehnten fast unverändert gebaut. Fender Gitarren werden in den USA (oder Mexiko) hergestellt ,und wer auf Tradition Wert legt, liegt mit einer Fender-Gitarre richtig.

Gibson

Im Gegensatz zu Fender bietet Gibson unter diesem Namen keine Einsteiger-Serie. Die Modellpolitik von Gibson ist noch konservativer als die von Fender. Die Preise von Gibson sind so, dass in der Regel nur wirkliche Kenner der Marke für diese Instrumente begeistet sind. Die spielen dann allerdings ihre Gibson-Gitarre ein Leben lang.

Ibanez

 

Ibanez ist seit Mitte der 70er Jahre einer der erfolgreichsten E-Gitarrenhersteller überhaupt. Generell kann man der Ibanez E-Gitarre ein HiTech Image bestätigen. Bei sehr guten Preisen liefert Ibanez konstante Topqualität, die kaum zu überbieten ist. Auch im unteren Preissegment müssen wir dieser Marke ein absolut hervorragendes Preis/Leistungs Verhältnis bestätigen. Da Ibanez Gitarren von unzähligen Topgitarristen benutzt werden, was wohl an der direkten Reaktion auf deren individuellen Wünsche liegt, ist diese Marke sehr bekannt. Wer sich für eine Ibanez-Gitarre entscheidet, findet keinen Grund, diese Entscheidung zu bereuen. Da eine Ibanez-Gitarre alle Soundvorstellungen in allen Stilrichtungen realisieren kann, bleibt nur noch die Auswahl des dem Geschmack entsprechenden Designs

Epiphone

 

Epiphone ist das preisgünstigere Label aus dem Hause Gibson. Unter diesem Namen gibt es wirklich gute und auch preisgünstige Kopien der Gibson-Modelle. Wer auf das Gibson-Design steht, aber nicht über die nötigen Mittel verfügt, ist mit einer Epiphone Gitarre sehr gut beraten.

Framus

Nach großen Erfolgen in den 60er Jahren wurde dieses Label in den 70ern stark von der fernöstlichen Konkurrenz gebeutelt. Heute baut man hochwertige Gitarren mit eigenständigem Design zu vernünftigen Preisen, die wegen der Produktion in Europa nicht unter dem Höhenflug des Dollars leiden. Da diese Trendwende erst vor ein paar Jahren gelang, ist diese Marke noch nicht so in das Bewusstsein der Kunden vorgedrungen, wie es ihr eigentlich gebührt.

Music Man

MusicMan, gegründet von Leo Fender baut eine kleine Palette von sehr hochwertigen Gitarren die z.B. auch von "Gitarristengöttern" wie John Petrucci oder Steve Lukather bevorzugt werden.

B.C.Rich

Ursprünglich wurden nur hochpreisige Custom-Modelle gefertigt. Wegen der großen Nachfrage gibt es inzwischen mehrere Serien im erträglichen Preisbereich mit guter Qualität. Das Design ist unverwechselbar und richtet sich in erster Linie an die ultra harte Fraktion unter den Gitarristen.

Gitarrenverstärker

Bei Gitarrenverstärkern ist die Situation nicht ganz so verwirrend, da diese sich nicht so leicht unter Hausmarken-Namen produzieren lassen. Wichtige Gitarrenamp-Hersteller sind z.B.: Marshall, Peavey, Hughes & Kettner, Fender...

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